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Oriole

(Oriolus oriolus)


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Manchmal fragt man sich schon, was machen diese jungen Technomusiker eigentlich außerhalb der Wochenenden? Dominik Eulberg geht Vögel beobachten und ist der Meinung, dass viele Geräusche aus der Natur auch im Techno zu finden sind. Mit seinem Background Öko-Studium und einem gesunden Belehrungsantrieb in Sachen Natur hat Dominik Eulberg in den vergangenen zwei Jahren eine Marktlücke gefüllt, die im Bereich raviger Minimaltechno offensichtlich höchst ertragreich war.

Etliche Releases auf Labels wie Traum , Trapez oder Raum... Musik , als Rocco Branco auch auf Platzhirsch und inzwischen zudem ein Haufen gefeierter Remixarbeiten sprechen für sich. Aber nach zahlreichen Interviews für so ziemlich alle relevanten Szenegazetten gab es doch noch ein paar Fragen, die unter den Nägeln brannten.

DRUNK: Wann hat denn deine Mutter das letzte Mal gefragt "Und wann machst du deinen Abschluss, Kind?"

Dominik Eulberg: Momentan ist es schon ein ziemlicher Spagat zwischen Studium und Raver-Dasein. Mich belastet das schon, da ich auf jeden Fall mein Studium beenden möchte, die Zeit aber oft fehlt. Nach zwei Urlaubssemestern, gebe ich jetzt wieder ein bisserl Gas und sitze gerade an einem Referat zum Thema "Vegetationsdynamik und Nutzungswandel auf Almen und Bergmähdern"!

DRUNK: Bei deinem Gig auf der SMS stand jemand neben mir und meinte: "Immer diese versoffenen Öko-Studenten". Hatter Recht oder hatter nich?

Dominik Eulberg: Ja natürlich hat er Recht, denn ich bin ja a) ein ordentlicher Student der Ökologie und b) dem Alkohol auf solchen Festlichkeiten nicht abgeneigt.

DRUNK: Was war der grottigste Film, den sich Dominik Eulberg als Vielflieger und wochenendlicher Dauer-Hotelgast vor lauter Langeweile reingezogen hat?

Dominik Eulberg: Ich glaube, das war die NDR Umwelt-Bingo-Lotterie-Show mit so einem unglaublich fetten Moderater in einem Hotel in Barcelona, da NDR komischerweise der einzig zu empfangende deutsche Sender dort war.

DRUNK: Was bestellst du dir Samstagabend bevor es losgeht? Döner oder Kaviar?

Dominik Eulberg: Kavier auf keinen Fall! Ich werde zwar oft von den Veranstaltern in superschnieke Gaststätten ausgeführt, doch fühle ich mich bei einem guten Wildgulasch mit Rotkraut und einem Bier am Wohlsten!

DRUNK: Bekommst du von Wodka auch immer so einen fürchterlichen Kater?

Dominik Eulberg: Wodka und dergleichen trinke ich eigentlich gar nicht mehr. Wenn man so viel rumravet muss man schon darauf achten, was dem Körper gut tut und da gehört Wodka nicht dazu!

DRUNK: Bleibt Dominik Eulberg so lange DJ wie Westbam? Oder kommt der Schritt zur "Welttournee mit Band" bei dir schon viel eher?

Dominik Eulberg: Sicherlich nicht! Es ist schon manchmal etwas traurig und peinlich anzusehen, wie manche den Absprung nicht schaffen und so lange weiter machen bis gar nichts mehr geht und selbst die letzte Provinzdiskothek einen nicht mehr will. Das ist die Sucht nach Applaus. Ich bin schon sehr froh, mit meinem Naturding noch ein weiteres Standbein zu haben und werde das Ganze wohl noch zwei bis drei Jahre weiter machen und mich dann ganz in den, für Leib und Seele gesünderen, Dienst der Natur stellen.

DRUNK: Ist Dominik Eulberg auf der nächsten Ausgabe von Slices*zu sehen?

Dominik Eulberg: Was ist Slices? Noch nie gehört!

DRUNK: Und wann bei Stefan Raab?

Dominik Eulberg: Bei Stefan Raab höchstens mal als Ausschnitt auf einer seiner Lachbuttons mit einem Raveexzess von mir!

DRUNK: Was machst du am Wochenende, wenn du mal nicht ravest?

Dominik Eulberg: Vögel zählen, spazieren gehen, saunieren, Museen besuchen, Kaffee trinken!

DRUNK: Und was macht Rocco Branco, wenn Dominik Eulberg schon wieder ravet und ihm die Show stiehlt?

Dominik Eulberg: Rocco muss wirklich mit Samthandschuhen angefasst werden. Er hat ein sehr explosives Gemüt und tickt schon bei der leichtesten Reizung aus. Von daher erzähle ich ihm immer, wenn ich am Wochenende auflegen gehe, ich müsse Nachtschicht bei meinem Nebenjob als Kanalarbeiter machen. Ich hoffe, er bekommt keinen Wind von meinem wahren Treiben. Gerade hat Rocco aber auch wieder eine eigene Platte für Platzhirsch gemacht, die ich selber auch richtig dufte finde!

(Interview: Steffen Bennemann für DRUNK)