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DJ & Produzent Dominik Eulberg

Wie und wann bist du zum Produzieren/DJen gekommen?

Aufgewachsen bin ich im schönen Westerwald, in einer sehr ländlichen Region. Als Kinder waren wir stets draußen in der Natur, haben Pflanzen und Tiere bestimmt und sind mit unseren ganzen selbstgebauten Hütten in Phantasiewelten eingetaucht. Für Musik hatte ich mich eigentlich nie sonderlich interessiert, bis ich etwa 1992 erstmals elektronische Musik hörte. Diese Art von synthetischer Musik übte direkt eine magische Anziehungskraft auf mich aus, vielleicht gerade deswegen, weil es so konträr zu meinem sehr naturnahen Leben war. Da es im Westerwald kaum Technoclubs gab, hörten wir stets mit voller Spannung die Radiosendung HR3 „Clubnight“ mit Sven Väth. Da ich mir einfach nicht erklären konnte, wie diese so mystisch wirkenden Klänge generiert werden, begann ich sehr schnell Geld zu sparen, um mir Musikgeräte zu kaufen und dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. 1994 kaufte ich mir dann als ersten Synthesizer einen Korg MS-20 und später noch weitere Analoggeräte. Zunächst betrieb ich einfache „Klangforschung“. Erst später machte ich ganze Tracks, allerdings nie mit einer marktorientierten Absicht, sondern eher weil Musikmachen ein hervorragender Ausgleich zu meinem sonstigen Leben war. Das DJing erlernte ich auch so 1994.

Welche DJ-Bookings haben bei dir besondere und bleibende Erinnerungen hinterlassen und auf welchen anstehenden Termin freust du dich besonders?

Eigentlich ist jeder Auftritt eine neue Herausforderung, fremden Menschen eine schöne Zeit zu bereiten und dabei noch eine musikalische Botschaft rüberzubringen. Es ist dann immer ein sehr befriedigendes Gefühl, wenn es einem gelingt. Besonders in Erinnerung geblieben dieses Jahr sind aber meine eckstatischen Auftritte in Japan, die Open-Air Festivals und mein Gastspiel bei Sven im Cocoon-Club. Ich freue mich schon sehr auf meinen Auftritt im Cocoon-Club Amnesia auf Ibiza, wo ich zusammen mit Richie Hawtin und vielen Freunden meinen Geburtstag feiern werde.

Deine Produktionen sind doch zum Teil sehr außergewöhnlich und haben immer etwas Besonderes, woher stammen deine Inspirationen?

Einen Großteil meiner Inspirationen hole ich mir bei meinen Aufenthalten in der Natur. Ich versuche dann mit meinen Liedern akustische Bilder zu malen, so dass die Zuhörer denken "Oh, das erinnert mich an einen gemütlichen Abend an einem wunderschönen See, wo gerade die purpurrote Sonne hinterm Horizont versinkt". In meinen Liedern verstecke ich gerne viele kleine Facetten und Überraschungen, wie bei einem Spaziergang durch ein unbekanntes Stück Natur, wo man nie weiß, was nach der nächsten Wegbiegung passiert. Eine weitere Inspirationsquelle ist eine gewisse Form von Komik. Ich bin leidenschaftlicher Helge Schneider Fan und lasse mich durch seine surrealistische Sichtweise der Dinge inspirieren. So streue ich oft in meinen Liedern eine latente Briese Humor mit rein. Das ganze soll ja Spaß machen.

Wie sieht dein Release-Plan für die nächste Zeit aus? Welche Produktionen/Remixe dürfen wir von dir erwarten?

Jetzt gerade sind Remixe für mein Album „Flora & Fauna“ von zum Beispiel André Kraml, Justin Maxwell und Remute erschienen. Dann erscheint jetzt bald ein Remix von mir für DJ Hells „Follow you“ auf Gigolo Records. Auch eine Mix-CD von mir mit dem Namen „Kreucht & Fleucht“ erscheint Ende August auf unserem selbst gegründetem Misch-CD Label MischWald. Dieses Jahr wird es auch noch weitere EPs von mir auf Traumschallplatten geben und eine neue Scheibe auf Platzhirschschallplatten unter meinem Synonym Rocco Branco. Auch mit Gabriel Ananda arbeite ich gerade zusammen an einer Platte. Nächstes Jahr werde ich dann auf Cocoon ein neues Album rausbringen.

Wie darf man sich dein Studio vorstellen? Welche Hard- und Software kommt bei dir zum Einsatz?

Im Moment mache ich eigentlich meine komplette Musik mit dem PC, da ich hiermit sehr schnell und effektiv arbeiten kann. Ich habe einen Laptop und einen Desktop-Rechner. Ich arbeite dann mal am Laptop, wenn ich zum Beispiel unterwegs oder draußen in der Natur bin, oder an meinem Rechner zu Hause. Als Arrangierprogramm benutze ich Cubase, und zwar die ältere Version VST 5.0, da ich mit ihr viel einfacher und schnellerer arbeiten kann. Die benutzen übrigens einige meiner Kollegen, wie zum Beispiel Nathan Fake oder Gabriel Ananda. Einzelspuren mache ich aber auch zum Beispiel mit Reaktor oder Fruity Loops. Modulationseffekte mache ich auch oft mit einem Korg Chaos Pad 2, welches ich direkt über meine Soundkarte eingeschliffen habe. Grundsätzlich versuche ich das Setup so einfach wie möglich zu halten, da schnell die Gefahr besteht, den Blick aufs Wesentliche zu verlieren, wenn man so viele Möglichkeiten hat. Gerade bin ich noch dabei, mir einen Access Virus TI zuzulegen, sowie Ableton Live 5.