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Oriole

(Oriolus oriolus)


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Mit den Rotbauchunken vom Tegernsee im Zwiegespräch.

In welchem Club legst du am liebsten auf ?

Oh, dass ist wirklich eine schwere Frage. Mir macht die Herausforderung eigentlich immer sehr viel Spass, den Leuten in einem fremden Club einen schönen, freudigen Abend zu bereiten und eine gewisse musikalische Botschaft zu übermitteln. Hier in Deutschland sind bis jetzt meine Lieblingsclubs z.B. das Berghain in Berlin, der Coocon-Club in Frankfurt oder das Kassablanca in Jena. Das sind alles Clubs bei denen von der Anlage bis zum Publikum alles stimmt und die alle eine sehr spezifische Note besitzen.

Warum diese eigentümlichen Tracknamen wie „Die Rotbauchunken vom Tegernsee?“

Nun zum einen liegt es daran, dass ich schon immer eine Affinität für freudige deutsche Worte habe. Schon früher in der Schule hatte ich ein kleines Büchlein, wo ich mir immer solche Sachen notiert habe. Ich denke meine Musik besitzt ebenfalls eine gewisse Briese Humor, bzw. soll den Leuten Spass machen und sie überraschen. Da passen solche deutschen Titel einfach viel besser, wie solche anglizistischen 0815 Titel. Ich bin ein grosser Helge Schneider Fan und möchte ihm an dieser Stelle alles Gute zu seinem heutigen 50 Geburtstag übermitteln! Zum anderen aber habe ich solche Tracknamen, da Natur in meinem Leben eine grosse Rolle spielt. So bin ich in einer sehr natürlichen Region mit einem Vater als Naturfreund gross geworden, studiere Geographie, Biologie, Geologie mit Schwerpunkt Ökologie, gehe mindestens einmal pro Woche auf ornithologische Exkurse, habe schon zweimal als Ranger in Nationalparks gearbeitet und es ist einfach auch mein grösster Wunsch später in diesem Bereich zu arbeiten, da mir der Schutz unserer Natur sehr viel bedeutet. Somit war es für mich in meinen Titeln einfach das naheliegenste meine beiden grossen Leidenschaften mit einander zu vereinen!

Hast du schon mal was lustiges/peinliches beim Auflegen erlebt? (z.B. erst nach einer Stunde auflegen den Bassregler gefunden...)

Ja klar! So was bleibt nicht aus! Ich erinnere mich daran als ich einmal zu später Stunde, nachdem schon viel Hochprozentiger die Kehle hinunterfloss, einen Übergang machte, die Platte herunter nahm und ich erst nach 20 Sekunden merkte das die Musik aus war und die Leute schrieen. Des Rätselslösung: ich hatte versehentlich die Platte die ich gerade neu reingemixt hatte vom Plattenteller genommen!

Hast du viele Groupies?

Bisher haben zumindest noch keine bei mir im Vorgarten gezeltet! Ich bekomme schon täglich „Fanpost“, worüber ich mich auch meistens freue. Ich versuche einfach mit meiner Musik den Menschen eine kleine Freude im Alltag zu bereiten und es ist schön da etwas zurückzubekommen. Mir bedeutet es mehr, irgendjemandem da draußen mit meiner Musik glücklich zu machen, als nur nach dem Zaster zu schielen.

Was hat der Ortswechsel der Popkomm nach Berlin gebracht?

Er hat Köln immerhin die C/O Pop gelassen und es herrscht immer noch reger Andrang in diesen Tagen mit hervorragendem Line-Up. Mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich noch nie auf einer Popkomm war.

Was bedeutet Dir Berlin?

Berlin ist für mich ein Schmelztegel für elektronische Musikkünstler aus aller Welt! Berlin ist für mich eine Stadt wo unheimlich viel passiert, wo alles kann, aber nichts muss. Für mich wird es jedoch nie in Frage kommen der stattgefunden Massenmigration in unser Hauptstadt zu folgen.

Was sind deine nächsten Projekte/Veröffentlichungen?

Gerade ist eine Doppelmisch-CD auf unserem eigenen Misch-CD Label Mischwald, Namens „Kreucht & Fleucht“ erschienen! Auch auf Gigolo habe ich gerade einen Remix für DJ Hell gemacht. Im Moment arbeite ich an einer neuen Traumschallplatten EP und einer neuen Scheibe für Platzhirsch, die beide noch dieses Jahr erscheinen werden. Auch in Kooperation mit meinem guten Freund Gabriel Ananda bastele ich gerade an einer gemeinsamen Platte, die aber wohl erst Anfang des nächsten Jahres auf den Markt kommt. Ich denke es wird dann auch noch den ein oder anderen Remix geben, zum Beispiel für mein All-time Lieblingslied „Strobelight-Network“ von Cold. Das nächste Jahr steht dann im Zeichen meines neuen Albums „Bionik“ auf Cocoon!

Was ist dein Lieblingstool zum produzieren?

Mein Lieblingstool zum produzieren ist der Zufall. So verschiebe ich zum Beispiel oft Samples in Cubase auf andere Spuren, wo andere Plug-Ins draufliegen, wo durch oft was ganz neues Überraschendes entsteht. Oder ich klicke mit der Maus wild in dem Klaviatur Sequenzer rum, wodurch ungeahnte Tonfolgen entstehen. Dann arbeite ich wie ein Bildhauer daraus die Melodien.

Mit wem würdest du mal gerne zusammenarbeiten?

Meine beiden Lieblinge sind Robag Wruhme und James Holden. Mit ihnen würde ich gerne mal im Trio derbe Tunes basteln…